Oh, oh, oh, mein Kopf. Audiolith Record Release Parties sind krass. Im Mai hatten Bratze im Grünen Jäger ja schon ihre EP Waffe groß abgefeiert und gestern im Uebel hat Label Chef Lars mit Egotronic und Frittenbude nochmal einen drauf gesetzt. Klar, wenn Egotronic ihr drittes Album veröffentlichen, muss ein größerer Laden her. Aber auch die neuen Audiolith Schützlinge Frittenbude wollten ihr Debutalbum Nachtigall mit der Menge feiern. Dass dann Rampue und Saint Pauli noch gespielt haben, war sozusagen das Sahnehäubchen auf der Albumpartytorte.
Fangen wir vorn an: Frittenbude, die drei Jungs aus Bayern, waren ja schon zweimal in Hamburg zu Gast und haben mit dem gestrigen Konzert alle wichtigen Läden der Stadt bespielt: Pudel->Hafenklang->Uebel & Gefährlich! Ich hab die Jungs allerdings bisher verpasst und war deshalb ziemlich gespannt auf das Konzert. Vor allem, weil mir Egotronic-Torsun im Uebel-Duschkabinen-Interview eindringlich prophezeit hat, Frittenbude wären “das neue Ding 2009!” Und mit dieser Vorhersage hatte der Elektro-Punker wohl auch nicht so ganz unrecht. Frittenbude haben mächtig Gas gegeben. Indie, Punk, Hip-Hop, Elektro – alles war dabei und alles war gut! Als krönenden Abschluss gab es dann den Remix (oder eher Cover) von Kettcars Graceland, dass bei den Frittenbayern in Raveland umtituliert wurde. Wahnsinn! Den Song habe ich leider nicht aufgenommen. Ohnehin hatte ich ja nur mein kleines Handy dabei. Aber ne Aufnahme von Frittenbude gibt’s trotzdem. Natürlich in bewährter 3 Megapixel quality.
Dann kam die große Stunde von Egotronic. Schon vor dem ersten Song wurden die “Raven gegen Deutschland” Rufe laut, denen sich die Band dann auch im zweiten Song brav unterordnete. Das Resultat: Keiner stand rum – alle tanzten mit Hüfte, Bein, Verstand und “Bass, Bass, Bass”! Ok, der Witz war lahm. Es ging aber ziemlich ab. Das Publikum enterte die Bühne, so dass man kaum mehr die Band sehen konnte. Alle bewegten sich spackig zu den Egotronic Beats und ich habe eine lang verloren geglaubte Passion wiederentdeckt: Stagediving! Wunderschön! Es lässt sich am besten mathematisch ausdrücken: Alkohol+Schweiß=Euphorie! Kann man mal machen.
