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10. Sep. 2008



Keine Frage, Instrumentalmusik, vor allem synthielastige, ist nicht jedermanns Sache! Deshalb war ich auch ziemlich überrascht, als gestern im Molotow so viele Leute anwesend waren, um Pivot zu sehen. “Wir bringen den Streber-Chic zurück!” verkündet das Trio auf seiner Homepage und das scheint auch für Hamburg zu gelten. Das Publikum ist gemischt: vom Stirnbandtragenden-MGMT-Fanclub-Indie-Mädel bis zum langhaarigen Informatiker mit Metal Shirt sind alle anwesend. Mit gutem Grund: Das Konzert ist großartig! Virtuoses Schlagzeug und verzerrte Stromgitarre addiert mit Frickel Laptop und Syntheziser! Pivot klingen, als ob Aphex Twin und Crystal Castles im Partykeller von Jean-Michel Jarre und Vangelis ein 80s-darkwave-Fest feiern. Grimmiger Acid-Grime auf kosmischem LSD-Film!
“I know it’s a Tuesday night. And you’re probably not quite drunk enough yet. But you can dance. So go fo it!” fordern die Australier auf und tatsächlich bewegen sich einige Körper stärker zum eingängigen Rhythmus des Schlagzeugs. Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass das Konzert zielgruppentechnisch besser in einem anderen Laden aufgehoben gewesen wäre. Das Molotow ist einfach kein Tanzklub und schon gar nicht für elektronische Musik. Das Ü&G oder der Neidklub wären da die bessere Wahl gewesen. Aber hey..
Wer die Band nicht kennt, sollte sich unbedingt das Video zu “In Blood” (oben) angucken oder auf Pivots Myspace klicken und sich den grandiosen Titeltrack des Albums “O Soundtrack My Heart” anhören! WOW!

P.S. Pivot haben auch einen Podcast!! “O Download My Heart” iTunes Benutzer können den hier hören, für alle anderen: hier ist die XML

P.P.S. Muss man bei einem Konzertpreis von 12€ wirklich 0,5l Becks Flaschen ins Molotow schmuggeln?

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