
Was, von dieser Band habt ihr noch nie gehört? Schämt euch! Das Punkquartett Schneller Autos Organisation aus Hamburg hat mittlerweile zwei starke Platten draußen (World + Noch mehr Hoffnung für noch mehr Menschen) und besticht durch einen Melodie orientierten Postpunkpunk, der einen interessanten unterschwelligen Soul Drive hat.
Am 24.5. hat die Band im Störtebeker gespielt und ganz unverhofft eines der Konzerte des Jahres abgeliefert. Auch wenn es mich immer wieder erstaunt, dass das Publikum der linksaktiven Szene meist nur mit verschränkten Armen zusieht, anstatt sich der Euphorie hinzugeben. Denn die Schneller Autos Organisation hat genau das zelebriert: Euphorie. Über eine Stunde müssen wir tanzen, tanzen, tanzen – gut, und Bier trinken auch, bei einem Preis von 1,30€! Die Musik treibt und treibt. Kein Song hält inne. Sänger Nils ergibt sich dem Sog seiner eigenen Songs, singt von gesellschaftlichen Utopien und Wünschen, von der Unzulänglichkeit der Sprache, von Szenen und hetzt zwischen zwei Mikros immer hin und her bis er bei einer der ca drei Zugaben sein Mikro im Publikum aufbaut. In seinem Rücken eine Band, die auf der Bühne die Klarheit der Platte gegen einen wunderbar knallenden Live Sound eintauscht, der mitreißt, so dass irgendwann doch die eine oder andere Flasche zu Bruch geht. Wir wollen mehr!
