
Wow, es ist geschafft. Da freut man sich das ganze Jahr auf eine Platte und das dazugehörige Releasekonzert und dann ist es endlich so weit. Die Release Feier von Captain Planets Debut “Wasser kommt, Wasser geht”. Das Störte in der Hafenstraße ausverkauft, aus allen Nähten platzend, feierliche Gesichter der Kapitäne, die sich mit Astra in der Hand und euphorischem Grinsen vor dem Bühnenrand versammeln, während ihre Freunde von Matula ihren druckvollen Befindlichkeitspunk unters Volk bringen. Gegen halb eins betritt die Band des Abends die Bühne, aufgeregt und schüchtern, Captain Planet können es selbst kaum glauben, dass die Menschen tatsächlich alle nur auf ihre Hymnen warten. Und wie wars? Man bedient sich immer an Plattitüden, versucht man etwas zu beschreiben, dass einen tief berührt: Jeder Song wird frenetisch gefeiert, Arnes Gesang wird fast vom mitsingenden Publikum übertönt, Sätze um sie an die Wand zu knallen, “wooohh Durchbruch durch bruch!” und immer wieder das Konfetti – zwei Kilo haben die Jungs mitgebracht und dann war es auf einmal über all: in den Spinnenweben der Decke, in den Haaren, im Mund, es klebte dem Gitarristen Benni in den Augen und fand sich in jeder Bierflasche; Punkrock Celebration. Es wird viel gelacht, getanzt, Lieblingslieder gespielt und ganz nebenbei erkennt man da eine extrem integre Band, die völlig aufgeht in dem was sie tut und sich an diesem Abend mit einem starken Energiebündel von Konzert selber feiert.
